.... da bin ich nun, zu "Gast" in einer mir eigentlich vertrauten Welt.... Und damit in einem Kontrastprogramm, das "härter" kaum sein könnte!
1. Durchreise
2. Welcome! Welcome?
3. Ausweg
4. Blickfang
5. Sehnsucht
6. Schwarz auf Weiß
Ich weiß, es ist nur für kurz. Aber dennoch bin ich sehr irritiert von dieser Welt hier. Vielleicht war ich das immer, schließlich hat es immer weh getan, Gomera wieder zu verlassen und mich mit weit geöffneter Seele in einer mir brutal erscheindenden Welt zu befinden, in der die Autos mitten durch mich hindurch zu fahren scheinen.
Was mir allerdings diesmal ganz besonders auffällt und mir wehtut, ist die Traurigkeit der Leute hier. Die Gomeros sind auch immer ein bisschen traurig, ähnlich den Menschen in Portugal. Aber in dieser Melancholie ist immer ganz viel Herzenswärme!
Wenn ich hingegen hier abends in die S-Bahn steige, dann sehe ich nur Zombies. Müde, verzweifelte, in sich gesunkene Menschen, die keine Wärme im Herzen mehr zu tragen scheinen. Solange, bis man ihnen ein Lächeln schenkt, dann kommt augenblicklich eines zurück, das einzige, das dann tröstet.
Alle rasen und mir scheint, keiner weiß so recht, wohin er eigentlich rast.
Ich bin immer noch im Slow-Modus der Insel und habe entschieden, mich dem hiesigen Hektik-Rhythmus zu verweigern! Ich gehe langsam, ich spreche langsam, ich denke langsam! Um das hinzubekommen in einem vollkommen anders taktenden Umfeld, muss ich ganz anders planen als früher und sehr diszipliniert sein. Das heißt, es gibt wesentlich weniger Input in der mir zur Verfügung stehenden Zeit eines Tages. Aber ich erlebe, dass das funktioniert. Es ist anstrengend, aber es geht!
Am Wochenende werde ich in den Wald gehen. Vielleicht kommen dann auch mal ein paar schöne Aufnahmen aus dieser Welt hier...ein paar Liebesbeweise...?
Tschüß
HB
